Sonnenaufgang auf der Karlsbrücke

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ganz allein auf der Karlsbrücke stehen würde. Und das sogar in der Hochsaison. Die Chronologie des heutigen Sonnenaufgangs:

Was is’n das? Entdeckungen aus dem tschechisch-slowakischen Kuriosenkabinett

Auf unserer Reise sind uns so einige seltsame Dinge begegnet, die uns erstaunt oder gar in Unglauben versetzt haben. Hier ein bisschen interkulturelles Training auf die wunderliche Art. Wer sich auch mal an den Kopf fassen möchte, lese weiter. 😉

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Fünf Tage ‚rum-mähren‘ und dann ab in die Slowakei

Statt die viel zitierten böhmischen Dörfer zu erkunden, haben wir drei Mädels (L., Charlotte und ich) es vorgezogen noch den Osten Tschechiens zu bereisen, bevor wir in wenigen Tagen schon wieder die Heimreise antreten müssen. Unsere Route führte uns über Olomouc, Brno und Zlín, und schließlich auch in die Slowakei- nach Bratislava und Trenčín.
Die Reise war eine schöne Abwechslung, vor allem wenn man nach vier Monaten mit den eher mürrischen Pragern mal wieder mit Interesse und Sympathie in der Ferne aufgenommen wird. Besonders aufgefallen ist mir, wie angetan viele Menschen waren, wenn wir erzählt haben, dass wir aus Deutschland sind. Besonders nach dem zweiten Weltkrieg war das Verhältnis zwischen Deutschland und dem germanisierten Tschechien sehr angespannt. Viele Tschechen lehnten jegliche deutschen Einflüsse ab und versuchten ihre eigene Kultur ‚wiederzubeleben‘. Inzwischen aber erinnern sich viele anscheinend wieder gern an die gemeinsame Geschichte, oder auch an die „deutsche Großmama“ und versuchten sich bei uns mit viel Engagement auch auf Deutsch. Außerdem freuen sich viele Tschechen, wenn man sich auch abseits von Prag für ihr Land und ihre Kultur interssiert. Hier ein kleiner Reisereport.
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I even did my hair for you

Vielen Dank für…

die Entdeckung der neuen Wunderlichkeit, die Schwanenparty, das Matroschken-Kräftemessen, Robokopfsalat und die 36 Kronen Trinkgeld zum Abschluss. Schön war’s! 🙂

Noch mittendrin statt schon vorbei

Die letzten zwei Wochen in Prag sind angebrochen.

Die Examen sind überstanden und mein letzter Essay wartet noch auf ein paar Korrekturen. Im letzten Monat war ich eigentlich mehr in Deutschland als hier- erst hab ich mir bei meinem Kurzurlaub in Leipzig einen hartnäckigen Infekt zugezogen und musste das Bett hüten; dann ist ein naher Verwandter von mir sehr krank geworden und unsere Familie ist etwas näher zusammengerückt. Dadurch war ich leider auch nicht hier als Tschechien seine neue Regierung gewählt hat.  Den Wahlkampf zuvor konnte ich -zumindest medial- kaum verfolgen, da mein Tschechisch nicht für die Tagespresse reicht (Radio ist noch schlimmer) und ich hier auch keinen Fernseher habe. Allerdings war die Wahlwerbung hier schon wesentlich massiver als in Deutschland. An jeder zweiten Ecke wurden Flyer verteilt (von der Partei ODS auch alle möglichen Sorten von Blumen) und selbst der Fußboden in der Metro war mit Wahlplakaten tapeziert. Achja, und während ich im Bus saß, fuhr so der ein oder andere Kandidat an mir vorbei:

Auf jeden Fall wird der Wahlkampf hierzulande viel populistischer und polemischer geführt als in Deutschland. Viele der Slogans auf den Wahlplakaten waren reinstes Partein-Bashing und Inhalte wurden eigentlich kaum transportiert. Gott sei Dank- sonst hätte ich sie auch nicht verstanden. Und für solche Pauschalversprechen wie „řešení!“ (ODS: „Lösungen!“) reicht es gerade noch.

Meine Sprache hat sich auf jeden Fall um einiges verbessert, auch wenn es noch nicht für allzu tiefsinnige Diskussionen reicht. 😉 Im Alltag schlage ich mich eigentlich fast nur auf Tschechisch durch, auch wenn man hier in Prag problemlos mit Englisch auskommen kann. In den nächsten sieben Tagen sieht es dann schon wieder ein bisschen anders aus: Morgen geht es auf eine siebentägige Mährenrundreise (Olomouc – Zlín – Brno) mit Abstecher nach Bratislava. Was ich auf meiner Erkundungsreise durch die ‚mährischen Dörfer‘ so erlebt habe, erzähle ich dann beim nächsten Mal!

Ahoj!

Rückblende: Zwei Monate Prag

Vielleicht ist es an dieser Stelle mal Zeit für ein „Ach, wie die Zeit vergeht!“ und einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Wochen: Der ersten Erasmus/Party/“Ich kann keinen Winter mehr sehen!“-Koller habe ich überwunden, ich kann nun meinen Stadtplan getrost zuhause lassen, wenn ich im Sonnenschein die Stadt erkunde und weiß inzwischen auch um die Auswirkungen regelmäßigen Knödelkonsums. Czech it out! 😉

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Exkurs: Smiley Things


Heute mal ein thematischer Querverweis auf mein (bisher) geheimes Hobby: Alltagsgegenstände mit lachendem Gesicht. Dabei gibt es zwei grundlegende Regeln, die ich mir selbst auferlegt habe. 1.) Ich möchte nur fröhliche Gesichter festhalten. Und 2.) Die Gegenstände müssen sozusagen „unfreiwillig“, bzw. „zufällig“ grinsen. Wenn ich mir Ketchup in Smiley-Form aufs Käsebrot male, zählt das nicht.

Jahrelang dachte ich, ich sei mit diesem Spleen allein, aber nein. Auf facebook habe ich endlich Gleichgesinnte getroffen. Hier mal ein paar Fotos zum Freuen.

Andere Dimensionen.

Heute aufgefallen: Grobe Missverständnisse beim Transfer westlicher Marketingstrategien.

4 Rollen Klopapier- der „Family Pack“.

I’m walking.

Wie ich zum ersten Mal mit dem Fahrstuhl stecken blieb.

Es ist eng und stickig. Den Körper an die mit dunkelblauem Teppichbelag überzogene Wand gepresst; den Kopf – eine Eule imitierend- verdreht, um den Mief von Essensgerüchen und Schweiß nicht einzuatmen, der aus dem Teppich strömt; der verlegen Blick in den gesprungenen Spiegel und dann nach unten. Zwei Mädchen kichern. Einer hat Knoblauch gegessen. So ferchen wir uns für gewöhnlich in unseren winzigen Fahrstuhl im Wohnheim. Ein heftiger Ruck. Endlich da. Hat bisher immer geklappt- nur heute früh ging plötzlich gar nichts mehr.

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Legendäre Fehldeutungen tschechischer Architektur

Heute: Minarett in Prag


Befreundete Blogs

Felix' Blog: http://felixhuegel.posterous.com/ Ninas Geschichten aus Prag: http://prager-geschichten.blogspot.com/